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GIPScycle: Mit Künstlicher Intelligenz zu mehr Nachhaltigkeit beim Trockenbau

Forschungsprojekt will Stoffkreislauf von Gipskartonplatten schließen

16.11.2022 - Schweinfurt

GIPScycle: Mit Künstlicher Intelligenz zu mehr Nachhaltigkeit beim Trockenbau

Das Institut Digital Engineering forscht zusammen mit dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung und der Knauf Gips KG an Lösungen zum Recycling von Trockenbauplatten. „Ein großer Erfolg für die Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) mit enormen Potenzial für Bayern“, so die projektleitenden Professoren Dr. Jürgen Hartmann und Dr. Jan Schmitt zur Bewilligung des Projektes „GIPScycle“ mit beinahe 770.000 Euro.

Das Projekt „GIPScycle - Ressourceneffiziente Recycling-Trockenbauplatten“ wird finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und ist Teil des zum 1. Oktober 2022 gestarteten Projektverbunds „ForCYCLE Technikum“, bestehend aus fünf Projekten, die sich mit Technologien zur Steigerung der Ressourceneffizienz mit dem Fokus auf Rohstoff- und Materialeffizienz beschäftigen.

Das GIPScycle Konsortium, bestehend aus dem FHWS-Institut Digital Engineering (IDEE), dem Würzburger Bereich Energieeffizienz des Bayerischen Zentrums für angewandte Energieforschung sowie der Knauf Gips KG, war in einem bayernweiten Ausschreibungsverfahren im Rahmen des ForCYCLE-Verbunds mit seiner innovativen Idee erfolgreich.

Am 10.11.2022 überreichte Staatsminister Thorsten Glauber bei der Auftaktveranstaltung des Projektverbunds in Nürnberg symbolisch einen Scheck über die gesamte Fördersumme von knapp 3.000.000 Euro an die Projekteiter der fünf geförderten ForCycle Projekte. Im Projekt GIPScycle soll ein Prüfverfahren entwickelt und qualifiziert werden, das u.a. mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz in der Lage ist, Verunreinigungen von Gipskartonabfällen zu erkennen.

Ziel ist es, damit den Stoffkreislauf von Gipskartonplatten zu schließen, da diese derzeit zum größten Teil nach ihrer Nutzung deponiert werden müssen. Gelingt dieses Recycling, kann Gipsmaterial theoretisch unendlich oft wieder-verwendet werden und abermals in die Produktion von neuen Gipskartonplatten einfließen.

„Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der das Projekt gesellschaftlich relevant macht,“ referiert IDEE-Leiter Prof. Dr. Jan Schmitt: „Aus der Rauchgasentschwefelung, einem Nebenprozess in Kohlekraftwerken, entsteht sog. REA-Gips, der chemisch identisch mit dem in der Natur vorkommenden Gips ist. Durch den beschlossenen Kohleausstieg fällt eine erhebliche Quelle von Gipsrohmaterial weg.“

In Summe bearbeiten sie im Projekt GIPSCycle ein Thema mit großen technischen Herausforderungen, so die Wissenschaftler, der sie sich gern stellen, da es möglich sei, hier innovative Digitalisierungstechnologien für mehr Nachhaltigkeit gewinnbringend einzusetzen, um die natürlichen Ressourcen zu schonen.

Quelle: Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, Fotos: IDEE / Seitz; Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ)

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