27.07.2026 - München/Online
Bei der Kooperationsveranstaltung "Serielles und modulares Bauen" der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mit dem Bayerischen Bauindustrieverband am 27. Juli 2026 lag der Fokus auf den vielfältigen Vorteilen des seriellen und modularen Bauens. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau war mit Präsident Prof. Dr. Norbert Gebbeken bei der Podiumsdiskussion „Chancen und Herausforderungen im Wohnungsbau“ vertreten. Unser 1. Vizepräsident Michael Kordon war für die Autobahn GmbH mit dabei.
vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zeichnete ein umfassendes Bild: "Nicht nur zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum ist der Einsatz von industriellen Verfahren sinnvoll und effizient. Auch im Straßenbau oder beim Bau von Schienenwegen, Brücken und Kasernen lässt sich mit einer standardisierten Bauweise schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender bauen, sanieren und instand halten."
Mit neuen Fertigungskonzepten lässt es sich nicht nur schneller bauen, sondern auch kostengünstiger und ressourcenschonender.
Thomas Schmid,
Hauptgeschäftsführer Bayerischer Bauindustrieverband e. V., unterstrich: „Mit
modularen und seriellen Bausystemen stellt die Bauindustrie eine umfassende
Toolbox zur Verfügung, mit der Kosten und Bauzeit wirksam reduziert werden
können, und das mit einer deutlichen Verbesserung der Ausführungsqualität.“
Serielles und modulares Bauen ist vor allem dann erfolgreich, wenn die Rahmenbedingungen richtig gesetzt sind - beispielsweise durch harmonisierte Landesbauordnungen, vergaberechtliche Erleichterungen oder schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Christian Bernreiter MdL, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr machte hier deutlich: „Als Gesetzgeber schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen - als Auftraggeber und Bauherr setzen wir sie gemeinsam mit unseren Partnern in der Bauwirtschaft in die Praxis um.“
„Wir sind wie selten zuvor auf schnelle und effiziente
Prozesse angewiesen. Serielle und modulare Bauweisen können hier einen
wertvollen Beitrag leisten. Gemeinsam mit der bayerischen Baubranche verkürzen
wir Bauzeiten, senken Kosten, nutzen Ressourcen nachhaltiger und stärken so
unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Bernreiter weiter.
Das macht serielles und modulares Bauen besonders:
Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass angesichts des hohen Baubedarfs und des daraus resultierenden enormen Marktvolumens auch mittlere und kleine Bauunternehmen von neuen Verfahren profitieren werden. Um die Potenziale seriellen und modularen Bauens auch wirklich breit nutzen zu können, fordert die vbw Anpassungen der Rahmenbedingungen für Bauprojekte insgesamt. Bertram Brossardt brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen mehr Mut, Tempo und Pragmatismus beim Bauen."
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau war mit Präsident Prof. Dr. Norbert Gebbeken bei der Podiumsdiskussion „Chancen und Herausforderungen im Wohnungsbau“ vertreten.
An der weiteren Podiumsdiskussion zum Thema "Serielles und modulares Bauen im Verkehrswegebau" nahm der Michael Kordon, 1. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, für die Autobahn GmbH teil.
Bei der Kooperationsveranstaltung der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit dem Bayerischen Bauindustrieverband (BBIV) wurden die Einsatzgebiete für serielles Bauen gezeigt und die damit verbundenen Chancen zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum diskutiert.
Serielles und modulares Bauen sind industrielle Bauweisen, bei denen Gebäude- bzw. Bauteile (Module) vorab in Fabriken gefertigt und auf der Baustelle montiert werden. Dadurch kann die Bauzeit verkürzt, die Qualität erhöht und insgesamt kostengünstiger produziert werden. Da ein Teil der Fertigung in der Fabrik erfolgt ist zudem ein effizienterer Einsatz von Arbeits- und Fachkräften möglich.
Die industrielle Vorfertigung bietet sich insbesondere für Bereiche mit hohem Baubedarf an. So kann die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum verbilligt und beschleunigt werden. Auch bei der Errichtung von Kasernen oder der Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur schafft serielles und modulares Bauen wichtige Perspektiven für eine schnellere und kostengünstigere Realisierung.
Im Rahmen der Veranstaltung erörtern Expert/innen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden Chancen und Herausforderungen der neuen Fertigungskonzepte. Dabei wird auch diskutiert, wie die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen, um serielles und modulares Bauen stärker als bisher nutzen zu können.
10:00
Begrüßung
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung
der Bayerischen Wirtschaft e. V.
10:05
Begrüßung
Rainer Pruß, Leiter Großprojekte Bayern, Zechbau SE, München
10:10
Die Bedeutung neuer Fertigungsansätze aus Sicht der
Staatsregierung
Christian Bernreiter MdL, Staatsminister, Bayerisches
Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, München
10:20
Block I: Wohnungsbau
10:20
Impuls: Serielles und modulares Bauen im Wohnungsbau
Dominik Wowra, Leiter Vertrieb, müllerblaustein HolzBauWerke
GmbH
10:20
Podiumsdiskussion: Chancen und Herausforderungen im
Wohnungsbau
Bertram Brossardt
Christian Bernreiter MdL
Norbert Gebbeken
Rainer Pruß
Dominik Wowra
11:00
Block II: Bauen für die Bundeswehr
11:00
Impuls: Serielles und modulares Bauen für die Bundeswehr
Markus Richthammer, Vorstand Industrie, Firmengruppe Max
Bögl, München
11:00
Podiumsdiskussion: Rahmenbedingungen für den zügigen und
effizienten Bau von Gebäuden für die Bundeswehr
Bertram Brossardt
Christian Bernreiter MdL
Rainer Pruß
Markus Richthammer
Martin Scheibner, Geschäftsführer, Dreßler Bau GmbH,
Aschaffenburg
11:50
Block III: Verkehrswegebau
11:50
Impuls: Serielles und modulares Bauen im Verkehrswegebau
Claus Berndorfer, Zentralbereichsleiter, Firmengruppe Max
Bögl, Elsenfeld
11:50
Podiumsdiskussion: Serielles und modulares Bauen im
Verkehrswegebau
Bertram Brossardt
Rainer Pruß
Claus Berndorfer
Prof. Wolfgang Wüst, Leiter Abteilung Straßen- und
Brückenbau, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, München
Michael Kordon, Direktor Niederlassung Südbayern, Autobahn
GmbH, München, 2. Vizepräsident Bayerische Ingenieurekammer-Bau
12:30
Ende der Veranstaltung mit anschließendem Get-together
Moderation
Ralph Schweinfurth,
Chefredakteur, Bayerische Staatszeitung, München
Termin
Montag, 27.07.2026
10:00 bis 12:30 Uhr
Ort
hbw | Haus der Bayerischen Wirtschaft, Europasaal
Max-Joseph-Straße 5
80333 München
Quellen: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Bayerische Ingenieurekammer-Bau, Fotos: vbw
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