29.07.2026 - München
Das Bayerische Umweltministerium unterstützt die Kommunen beim Klimaschutz: Dazu tritt jetzt die Neuauflage der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR 2026) offiziell in Kraft. Mit dem neuen Förderprogramm sollen beispielsweise natürliche Beschattungen für öffentliche Plätze, Klimawälder, Klimaparks, Dachbegrünungen, klimafreundliche Wasseranlagen zur Kühlung der Umgebung und einfache Systeme zur Regenwassernutzung wie Zisternen gefördert werden. Die digitale Antragstellung ist ab dem 3. August 2026 möglich.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte am 29. Juli 2026 in München: "Der Freistaat setzt die Erfolgsgeschichte des kommunalen Klimaschutzes fort. Ab sofort unterstützen wir Bayerns Städte, Landkreise und Gemeinden mit der KommKlimaFöR 2026. Nur gemeinsam mit den Kommunen können Klimaschutz und Klimaanpassung Wirkung zeigen. Mit der neuen Förderrichtlinie packen wir gezielt das Thema Hitze an. Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie wichtig wirksame Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind. Es werden daher künftig auch Projekte gefördert, die Auswirkungen von Hitzeperioden abmildern. Wir machen Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig wird das Verfahren einfacher." Förderanträge können künftig nur noch digital gestellt werden.
"Der Ausbau von blauer und grüner Infrastruktur in den Kommunen wird durch den Klimawandel ein zentrales Thema. Das Konzept Schwammstadt ist Teil der Lösung für Hochwasser, Starkregen, Hitze und Trockenheit. Nur mit mehr Verdunstung, Verschattung, Freiflächen, begrünten Dächern und Fassaden werden unsere Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben. Klimaangepasstes Planen und Bauen muss ein Schwerpunkt sein. Dabei wollen wir den Kommunen zur Seite stehen", so Glauber weiter.
Im aktuellen Haushaltsjahr hat der Bayerische Landtag dem Umweltministerium für die KommKlimaFöR rund 9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die vorgesehene Förderobergrenze liegt bei 200.000 Euro. Die KommKlimaFöR wurde erstmals im Jahr 2019 aufgelegt. Seit Beginn wurden insgesamt über 45 Millionen Euro Fördermittel für inzwischen rund 460 kommunale Klimaschutzprojekte bewilligt. Diese Projekte führen pro Jahr zu Einsparungen von rund 11.000 Tonnen CO2.
Die KommKlimaFöR 2019 und 2023 deckten ein breites Bündel von Fördertatbeständen ab. Von den insgesamt rund 460 bewilligten Vorhaben betrafen 25 Klimaanpassungskonzepte. Die Förderrichtlinie zeigt das große Interesse der Kommunen, Klimaschutzmaßnahmen vor Ort umzusetzen.
Um den Klimaschutz und die Klimaanpassung in den Kommunen voranzutreiben, sieht das Bayerische Umweltministerium auch den Bund in der Pflicht. Der Bund sollte die Länder mit mindestens 25 Prozent an den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung beteiligen. Das fordert Minister Glauber seit Langem. Mit diesem Anteil könnten die Kommunen ebenfalls konkrete Klimaschutzmaßnahmen vor Ort finanzieren.
Die Förderrichtlinie ist hier abrufbar:
https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2026-303/
Die digitale Antragstellung wird zum 3. August 2026 freigeschaltet unter:
Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).
Jetzt Newsletter abonnieren!
Sustainable Bavaria
Nachhaltig Planen und Bauen
Netzwerk junge Ingenieur:innen
Frauennetzwerk ingenieurinnen@bayika
Werde Ingenieur/in!
www.zukunft-ingenieur.de
Veranstaltungstipps
Einheitlicher Ansprechpartner
Berufsanerkennung
Professional recognition
Digitaltouren - Digitalforen
Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München