Junior.ING Schülerwettbewerb


Bayerischer Schüler baut das beste Arena-Modell Deutschlands

Im Schülerwettbewerb Junior.ING der deutschen Ingenieurekammern erzielen bayerische Kinder das bislang beste Ergebnis

1. Platz für Paul vom Gymnasium Donauwörth und sein Modell „Arena Z“ in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) und 3. Platz für Emma (Foto) und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und ihr Modell „Jägerwirth Arena“ in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Markus Altmann / BIngK / BayIka-Bau 
1. Platz für Paul vom Gymnasium Donauwörth und sein Modell „Arena Z“ in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) und 3. Platz für Emma (Foto) und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und ihr Modell „Jägerwirth Arena“ in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Markus Altmann / BIngK / BayIka-Bau

Die bayerischen Finalisten erzielen im deutschlandweiten Schülerwettbewerb Junior.ING das bislang beste bayerische Ergebnis - und das in beiden Alterskategorien. Zwei Viertklässlerinnen aus Niederbayern belegen den 3. Platz im Bundesfinale in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse) und setzen sich damit gegen deutlich ältere Kinder durch. In der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) geht sogar der 1. Platz nach Bayern. Die Preise wurden am 19. Juni 2026 in Berlin im Technikmuseum verliehen.

Der Schülerwettbewerb Junior.ING wird jährlich von den Ingenieurekammern der Bundesländer durchgeführt. Die Aufgaben wechseln jährlich; dieses Jahr galt es, ein Arena-Dach zu planen und zu bauen. In zwei Alterskategorien treten die Kinder zunächst auf Landesebene gegeneinander an. 

Die Landessieger sichern sich das Ticket für das Bundesfinale in Berlin, wo sie sich mit den Gewinnerinnen und Gewinnern aus den anderen Bundesländern in den beiden Alterskategorien messen.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau schickte in diesem Wettbewerbsjahr Paul aus dem Landkreis Donauwörth mit seinem Modell „Arena Z“ und Emma und Elina aus dem Landkreis Passau mit der „Jägerwirth Arena“ ins Rennen.

Paul setzte sich in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) gegen alle Siegerteams der anderen Bundesländer durch und konnte als erster bayerischer Teilnehmer überhaupt das Bundesfinale gewinnen

Emma und Elina belegten Platz 3 in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse) – was ebenfalls das bislang beste bayerische Ergebnis in dieser Kategorie ist.

Insgesamt wurden 1975 Modelle von 5411 Kindern aus 489 Schulen für den Wettbewerb eingereicht. 42.705 Stunden Bauzeit haben die Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland investiert; teils während des Unterrichts, teils in ihrer Freizeit.

„Wir freuen uns riesig mit unseren bayerischen Gewinnern über den fantastischen Erfolg im Bundesfinale“, sagt Dr.-Ing. Ulrich Scholz, der den Vorsitz der Bayerischen Jury innehatte und beim Bundesfinale in Berlin die Laudatio im Namen der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau hielt.

„Das ist eine großartige Leistung! Die Konkurrenz war stark; wir haben jede Menge kreative und technisch hochwertige Modelle gesehen. Unser Wettbewerb zeigt: wir haben viele junge Ingenieurtalente in Deutschland“.

Auch die bayerische Kultusministerin Anna Stolz freut sich mit den Siegern: „Herzlichen Glückwunsch an unsere bayerischen Gewinnerinnen und Gewinner im Bundesfinale! Angesichts der starken Konkurrenz und des extrem hohen Niveaus der eingereichten Modelle ist diese Platzierung eine herausragende Leistung. Unsere bayerischen Lehrkräfte fördern gezielt die Kreativität und den Entdeckergeist junger Menschen. Deshalb geht mein Dank auch an sie! Dieser bundesweite Erfolg beweist, dass wir im Freistaat den Grundstein für die Spitzenkräfte und Ingenieurtalente von morgen legen.“

Genau das ist das Ziel des von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbs: Kinder und Jugendliche motivieren, ihr Ingenieurtalent praktisch zu erproben und herauszufinden, ob ihnen der Beruf des Bauingenieurs/der Bauingenieurin liegen könnte. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau führt den Wettbewerb für die bayerischen Kinder und Jugendlichen seit 2018 durch.


Die bayerischen Preisträger

Alterskategorie II (ab 9. Klasse): 1. Platz für Paul vom Gymnasium Donauwörth und die „Arena Z“

Paul vom Gymnasium Donauwörth holt mit seinem Modell „Arena Z“ den 1. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse). © Markus Altmann / BIngK 
Paul vom Gymnasium Donauwörth holt mit seinem Modell „Arena Z“ den 1. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse). © Markus Altmann / BIngK

Jurybegründung

Das Modell „Arena Z“ überzeugt durch ein äußerst effizientes Faltwerk, das die Steigung der Tribüne konsequent in die gesamte Formgebung des Bauwerks integriert. Die Konstruktion verbindet hohe Tragfähigkeit mit einer klaren und harmonischen Gestaltung. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel der Stabrichtungen in den Außenwänden und der Dachkonstruktion, wodurch ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Die Jury würdigte die Verbindung von konstruktiver Logik und architektonischer Wirkung. Das dem Blattwerk nachempfundene Fächerwerk verleiht der Arena eine einladende und offene Ausstrahlung. Die Tragstruktur ist klar ablesbar und zugleich gestalterisch überzeugend umgesetzt.

1. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 für Paul vom Gymnasium Donauwörth und sein Modell „Arena Z“ in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse). © Tobias Hase 
1. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 für Paul vom Gymnasium Donauwörth und sein Modell „Arena Z“ in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse). © Tobias Hase
Das Modell „Arena Z“ von Paul vom Gymnasium Donauwörth gewinnt den 1. Platz in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26. © BayIka-Bau 
Das Modell „Arena Z“ von Paul vom Gymnasium Donauwörth gewinnt den 1. Platz in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse) beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26. © BayIka-Bau
 

Alterskategorie I (bis 8. Klasse): 3. Platz für Emma und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und die „Jägerwirth Arena“

Emma (Foto) und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell gewinnen mit ihrem Modell „Jägerwirth Arena“ den 3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Markus Altmann / BIngK 
Emma (Foto) und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell gewinnen mit ihrem Modell „Jägerwirth Arena“ den 3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Markus Altmann / BIngK

Jurybegründung

Die „Jägerwirth Arena“ greift die Grundidee eines liegenden Speichenrades auf und setzt diese in eine eigenständige Tragwerkslösung um. Die Konstruktion wird von zwei umlaufenden polygonalen Druckstabzügen getragen, die gemeinsam die Funktion einer Felge übernehmen. Die Dachhaut wird durch die untere Lage der Speichen gestützt und erhält dadurch eine gleichmäßige Neigung zu den Außenkanten.

Die Jury würdigte insbesondere die konsequente Umsetzung des gewählten Konstruktionsprinzips. Die tragenden Elemente sind klar erkennbar und sinnvoll angeordnet. Darüber hinaus überzeugt das Modell durch den bewussten Einsatz recycelter Baumaterialien, die nachhaltig in die Konstruktion integriert wurden.

3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 für Emma und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und ihr Modell „Jägerwirth Arena“ in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Tobias Hase 
3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 für Emma und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell und ihr Modell „Jägerwirth Arena“ in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse). © Tobias Hase
Das Modell „Jägerwirth Arena“ von Emma und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell holt den 3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie II (bis 8. Klasse). © BayIka-Bau 
Das Modell „Jägerwirth Arena“ von Emma und Elina von der Grund- und Mittelschule Fürstenzell holt den 3. Platz beim Schülerwettbewerb Junior.ING 2025/26 in der Alterskategorie II (bis 8. Klasse). © BayIka-Bau
 

Download

Hier haben wir Ihnen die Fotos der bayerischen Preisträger und der Verleihung zum Download bereitgestellt:

Fotos der Preisträger und der Verleihung zum Download (Zip-Archiv)

Pressemitteilung der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau vom 19.06.2026

Pressefotos der Bundesingenieurkammer gibt es hier zum Download (© Markus Altmann / BIngK):

https://bingk.de/junior.ing2026


Lesen Sie hier auch die Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer vom 19.06.2026:

Junge MINT-Talente für beeindruckende Konstruktionen ausgezeichnet

Schülerwettbewerb der Ingenieurkammern begeistert junge Talente

Die besten Nachwuchstalente des Schülerwettbewerbs Junior.ING der Bundesingenieurkammer wurden am 19. Juni 2026 in Berlin ausgezeichnet. Insgesamt 32 Gewinnerteams aus den Bundesländern reisten nach Berlin, nachdem sie sich zuvor in den Landeswettbewerben der Ingenieurkammern in zwei Alterskategorien durchgesetzt hatten. Bundesweit nahmen rund 5.500 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teil.

Passend zum Jahr der Fußballweltmeisterschaft 2026 lautete das Motto „Arena – gut überDACHt“. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten innovative Tragwerkslösungen für Stadiondächer. Die Fachjury bewertete in den Kategorien konstruktives Verständnis, technische Präzision und Gestaltung.

Die Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen und Bayern überzeugten mit ihren Modellen durch technisch anspruchsvolle und innovative Lösungsansätze:

  • Platz 1: Alterskategorie I (bis einschließlich Klasse 8)
    Luise, Nele und Paula vom Matthes-Enderlein-Gymnasium in Zwönitz (Sachsen) mit dem Modell „Fairy Theater“

  • Platz 1: Alterskategorie II (ab Klasse 9)
    Paul vom Gymnasium Donauwörth (Bayern) mit dem Modell „Arena Z“

MINT-Lücke im Fokus

Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Er vermittelt Kompetenzen aus Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und macht ingenieurwissenschaftliche Berufe praxisnah erlebbar.

Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Wettbewerbe wie Junior.ING eröffnen frühzeitig einen praxisnahen Zugang zu technischen Fragestellungen und zeigen, wie spannend und gesellschaftlich relevant ingenieurtechnische Berufe sind. Sie machen Mut, diesen Weg weiterzugehen und deshalb haben wir im Bundesministerium die Schirmherrschaft für diesen Wettbewerb sehr gerne übernommen.“

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Bauingenieurwesen gewinnt die Nachwuchsförderung weiter an Bedeutung – sowohl für die Wirtschaft als auch die öffentliche Verwaltung. So vergibt die Deutsche Bahn als langjährige Partnerin des Junior.ING Sonderpreise für besonders innovative Modelle.

Daniela Michael, Leiterin Grundsätze und Prozesse Recruiting bei der Deutschen Bahn AG, unterstreicht: „Als Deutsche Bahn tragen wir eine besondere Verantwortung für die Infrastruktur unseres Landes. Angesichts des enormen Modernisierungsbedarfs und der wachsenden Mobilitätsansprüche braucht es kluge Köpfe und neue Perspektiven mehr denn je. Die Jugendlichen von heute sind die Ingenieur:innen, die morgen unsere Infrastruktur neu denken und mit Leben füllen.“

  • Sonderpreis Deutsche Bahn: Alterskategorie I (bis einschließlich Klasse 8)
    Frieda vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ in Erfurt (Thüringen) mit dem Modell „Lichtfang-Arena“

  • Sonderpreis Deutsche Bahn: Alterskategorie II (ab Klasse 9)
    Janek, Jonasz und Sebastian vom Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leipzig (Sachsen) mit dem Modell „Einfache Hyparschale“

„Die Projekte der Preisträger/innen beeindrucken nicht nur durch technisches Know-how, sondern vor allem durch Leidenschaft, Neugier und Mut. Genau diese Eigenschaften braucht es, um die Welt von morgen zu gestalten. Es ist inspirierend zu sehen, wie junge Menschen sich mit Ideen und Begeisterung den großen Fragen unserer Zeit stellen,“ so Daniela Michael weiter.

Junior.ING begeistert junge Talente

5.411 Schülerinnen und Schüler aus 489 Schulen reichten insgesamt 1.975 Modelle ein. Diese haben deutschlandweit mehr als 44.000 Stunden geplant, entworfen und gebaut.

Junior.ING-Jury (v.l.n.r.): Maike Grüneberg (AK Junge Ingenieur:innen Bayerische Ingenieurekammer-Bau / TU Darmstadt), Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner (BIngK), Daniela Michael (Deutsche Bahn), Andreas Berrang (BMWSB, B II 4), Kirsten Klaczynski (Bundesstiftung Baukultur) © BIngK 
Junior.ING-Jury (v.l.n.r.): Maike Grüneberg (AK Junge Ingenieur:innen Bayerische Ingenieurekammer-Bau / TU Darmstadt), Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner (BIngK), Daniela Michael (Deutsche Bahn), Andreas Berrang (BMWSB, B II 4), Kirsten Klaczynski (Bundesstiftung Baukultur) © BIngK

Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner, Juryvorsitzender Junior.ING und Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer: „Ob als Bühne für einen Theaterabend, als Freiluftkino oder als Spielstätte für ein Rock-Konzert: Jede Stadt, die eine Freilichtbühne für solche Veranstaltungen hat, kann sich glücklich schätzen. Aber es gilt: keine Bühne ohne Tribüne! Die Teilnehmer am diesjährigen Junior.ING-Wettbewerb hatten die Aufgabe, für eine halbkreisförmige Zuschauertribüne eine Dachkonstruktion zu entwerfen, die den Besuchern Schutz vor Sonne, Wind und Regen bietet, alle Dachlasten sicher abtragen kann und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die rege Teilnahme beweist, dass unser Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder für jede Menge Inspiration gesorgt hat. Der Jury fiel die Auswahl der allerbesten unter den besten 32 Modellen sichtlich schwer.“

Die beiden ersten Plätze waren mit jeweils 500 Euro dotiert und die nachfolgenden Plätze 2 bis 4 konnten sich über 400, 300 beziehungsweise 100 Euro freuen. Der Sonderpreis der Deutschen Bahn war mit 300 Euro dotiert.

Über den Wettbewerb

Zum Schülerwettbewerb Junior.ING zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien: Kategorie I bis Klasse 8 sowie Kategorie II ab Klasse 9. In einem ersten Schritt loben die 16  Ingenieurkammern den Wettbewerb für ihr Bundesland aus. Die Siegerinnen und Sieger des Landeswettbewerbs nehmen dann am Bundesentscheid teil.

Der Schülerwettbewerb soll Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen so die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs. Auf diesem Weg werben die Kammern für das Ingenieurwesen, um damit langfristig dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen entgegenzuwirken.

Download

Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer vom 19.06.2026


Die bayerischen Preisträger stehen fest!


Junior.ING Schülerwettbewerb: Arena - gut überDACHt

Schülerinnen und Schüler entwerfen Modelle für Stadiondächer

 
 

Ingenieurtalente gefragt: Bayerische Ingenieurekammer-Bau kürt die Landessieger Bayern des Schülerwettbewerbs Junior.ING

Die Gewinner des Schülerwettbewerbs Junior.ING Bayern 2025/2026 stehen fest. 155 von Schülerhand entworfene und gebaute Modelle von Stadiondächern beurteilte die Jury der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Am Wettbewerb beteiligt und ihr Ingenieurtalent erprobt haben Kinder aus allen Ecken Bayerns, aus allen Schulzweigen und allen Klassenstufen - vom Erstklässler bis zur Abiturientin. Nun stehen die Gewinner fest, die Bayern im Bundesfinale in Berlin vertreten werden. 

Bei der großen Preisverleihung am 12. März 2026 in der Hochschule München wurden jetzt die besten Schülerinnen und Schüler und ihre Modelle von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ausgezeichnet.

Pressemitteilung
Fotos der Preisträger und ihrer Modelle   
Fotos von der Preisverleihung am 12. März 2026

„Unser Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viele junge Ingenieurtalente es in Bayern gibt. Es ist toll, dass die Kinder so zahlreich die Möglichkeit nutzen, durch die Teilnahme an unserem Wettbewerb praktische Erfahrungen mit dem Bauen und Konstruieren zu machen“, sagt Dr.-Ing. Werner Weigl, Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, der am 12. März 2026 gemeinsam mit dem Juryvorsitzenden Dr.-Ing. Ulrich Scholz die Gewinner in der Hochschule München ausgezeichnet hat. 

Dr. Scholz ergänzt: „Dieses Jahr haben wir einen weiteren Sonderpreis geschaffen - ausgezeichnet wurde das originellste Modell. Die Wahl viel uns nicht schwer – von „Theatrum commune aureum Imperii“ waren alle Jurymitglieder sofort begeistert.“

Dr.-Ing. Werner Weigl, 2. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und Juryvorsitzender Dr.-Ing. Ulrich Scholz (v.l.) 
Dr.-Ing. Werner Weigl, 2. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und Juryvorsitzender Dr.-Ing. Ulrich Scholz (v.l.)
 

Kultusministerin Anna Stolz, die auch in diesem Jahr gerne die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen hat, betonte

„Die Konstruktionen Eurer Stadiondächer finde ich großartig! Damit habt Ihr bewiesen, dass Ihr technisch äußerst geschickt und dabei auch sehr kreativ seid. Ihr habt aber auch gezeigt, dass Ihr im Team über Euch hinauswachsen könnt. Der ‚Junior.ING‘-Wettbewerb ist eine Herzenssache für mich, weil er junge Talente für Technik und Naturwissenschaften begeistert. Mein Dank gilt den Lehrkräften, die Euch zur Seite standen, und der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau für die Organisation des Wettbewerbs. Den Landessiegern drücke ich fest die Daumen für den Bundesentscheid in Berlin.“

Video-Grußbotschaft von Kultusministerin Anna Stolz

 
Junior.ING - Schülerwettbewerb 2025/2026
Junior.ING - Schülerwettbewerb 2025/2026

Bei „Junior.ING“ handelt es sich um einen zweistufigen Schülerwettbewerb, welcher von den Ingenieurekammern der Bundesländer durchgeführt wird und von der Kultusministerkonferenz empfohlen ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche zu motivieren, ihr Ingenieurtalent praktisch zu erproben.

Der Wettbewerb ist in zwei Alterskategorien (bis 8. Klasse und ab 9. Klasse) gegliedert und findet in Bayern zum siebten Mal statt. Die Landessieger der beiden Altersgruppen fahren am 19. Juni 2026 zum Bundesentscheid nach Berlin und kämpfen dort darum, den Gesamtsieg nach Bayern zu holen. 

Dieses Jahr wurden in Bayern 103 Modelle in der Altersgruppe bis 8. Klasse eingereicht. In der Altersgruppe ab 9. Klasse wurden 52 Arenen gebaut. Im bayerischen Wettbewerb werden außerdem Sonderpreise für das beste Grundschulmodell, das interessanteste Tragwerk und - neu - für das originellste Modell vergeben.

Sieger in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse)

  • Platz 1: Jägerwirth Arena von Emma und Elina, Grund- und Mittelschule Fürstenzell, 4. Klasse
  • Platz 2: Yin Yang Arena von Jaron, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen, 6. Klasse 
  • Platz 3: Willow Park von Lukas, Riemenschneider Gymnasium Würzburg, 8. Klasse

Sieger in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse)

  • Platz 1: Arena Z von Paul, Gymnasium Donauwörth, 9. Klasse 
  • Platz 2: Libella Arc von Isabella, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach, 12. Klasse 
  • Platz 3: Hat no koan Nama von Finn, Staatliche Realschule Berching, 10. Klasse
BayerischenIngenieurekammer-Bau

Sonderpreis Grundschule (Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau)

  • Kids Club Dome von Carlotta und Theresia, Grundschule an der Limes-Straße, München, 1. Klasse
Hochschule München

Sonderpreis Interessantestes Tragwerk (Hochschule München)

  • Arena Z von Paul, Gymnasium Donauwörth, 9. Klasse
LGA

Sonderpreis Originellstes Modell (LGA Landesgewerbeanstalt Bayern)

  • Theatrum commune aureum Imperii von Burkhard, Franz, Lukas und Leopold, Wirsberg-Gymnasium Würzburg, 8. Klasse

Die Sieger in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse)

1. Platz: Jägerwirth Arena (Preisgeld: 250 Euro)

Emma und Elina 
4. Klasse, Grund- und Mittelschule Fürstenzell

1. Platz: Jägerwirth Arena (Preisgeld: 250 Euro) - Emma und Elina, 4. Klasse, Grund- und Mittelschule Fürstenzell 
1. Platz: Jägerwirth Arena (Preisgeld: 250 Euro) - Emma und Elina, 4. Klasse, Grund- und Mittelschule Fürstenzell

Jurybegründung

Die Grundschülerinnen Emma und Elina nahmen erstmals am Wettbewerb Junior.ING teil und errangen mit ihrem an ein Zirkuszelt angelehnten Modell auf Anhieb den ersten Platz. Ihr Modell überzeugt durch eine einheitliche, durchdachte Gestaltung und das sehr klare, strukturierte Speichenradtragwerk. Ein Ingenieurverstand ist klar erkennbar.

Das geschlossene Dach schützt vor der Witterung; durch die Schürze an der Tribüne ist ein zusätzlicher Windschutz gegeben. Durch die Verwendung von Butterbrotpapier für das Dach ist dieses transluzent gestaltet und die Gäste der Jägerwirth Arena haben ausreichend Tageslicht.

Fun Fact:

Ein beachtlicher Erfolg gelingt den Freundinnen Emma und Elina aus Fürstenzell: Sie setzen sich im Schülerwettbewerb Junior.ING gegen deutlich ältere Kinder durch und gewinnen als Grundschülerinnen den ersten Platz in der Alterskategorie I – bis 8. Klasse. Damit lösen die beiden Mädels auch das Ticket nach Berlin, wo sie im Juni im Bundesfinale des Wettbewerbs gegen die Sieger aus den anderen Bundesländern antreten.

Diese Meisterleistung gelang im Wettbewerbsjahr 2019/2020 bereits Felix aus der Oberpfalz, der damals - ebenfalls als Viertklässler - die Konkurrenz hinter sich ließ. Nun ziehen Emma und Elina auf Landesebene mit ihm gleich – auf ihr Ergebnis in Berlin darf man gespannt sein.

2. Platz: Yin Yang Arena (Preisgeld: 150 Euro)

Jaron
6. Klasse, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen

2. Platz: Yin & Yang Arena (Preisgeld: 150 Euro) - Jaron, 6. Klasse, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen 
2. Platz: Yin & Yang Arena (Preisgeld: 150 Euro) - Jaron, 6. Klasse, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen

Jurybegründung

Die Yin Yang Arena hebt sich sowohl optisch als auch hinsichtlich der verwendeten Materialien deutlich von den anderen eingereichten Modellen ab. Das Modell ist sehr kreativ und besticht durch seine Reduktion auf das Notwendige. 

Die beiden gekreuzten Bögen des Dachtragwerks steifen sich gegenseitig aus. Die geneigte Dachscheibe aus gewebtem Material bietet Schutz vor Regen und Sonne. Die Jury lobte besonders die sparsame Materialverwendung, die sehr saubere Verarbeitung und die ansprechende schwarz-weiß-Optik. Ein rundum stimmiges Modell!

Fun Fact:

Ingenieurtalent liegt in vielen Fällen in der Familie - das zeigte auch der Schülerwettbewerb Junior.ING in der Vergangenheit bereits. Jarons älterer Bruder Janik gewann vor zwei Jahren mit einem Achterbahnmodell und vergangenes Jahr mit einem Turmmodell jeweils den dritten Platz in der Alterskategorie I. Jaron schafft nun sogar auf Anhieb Platz 2.

Jaron und Janik sind nicht das einzige erfolgreiche Brüderpaar bei Junior.ING. Aufgefallen ist auch schon das Talent von Sebastian und Maximilian aus Donauwörth, die im letzten bzw. vorletzten Jahr im AK I die Nase vorn hatten.

3. Platz: Willow Park (Preisgeld: 100 Euro)

Lukas
8. Klasse, Riemenschneider Gymnasium Würzburg

3. Platz: Willow Park (Preisgeld: 100 Euro) - Lukas, 8. Klasse, Riemenschneider Gymnasium Würzburg. Auf dem Foto: Dr.-Ing. Werner Weigl. 2. Vizepräsident Bayerische Ingenieurekammer-Bau, da Lukas nicht an der Verleihung dabei sein konnte. 
3. Platz: Willow Park (Preisgeld: 100 Euro) - Lukas, 8. Klasse, Riemenschneider Gymnasium Würzburg. Auf dem Foto: Dr.-Ing. Werner Weigl. 2. Vizepräsident Bayerische Ingenieurekammer-Bau, da Lukas nicht an der Verleihung dabei sein konnte.

Jurybegründung

Die Arena „Willow Park“ ist das geschlossenste unter den eingereichten Modellen. Es bietet optimalen Schutz vor Wind, Regen und Schnee und ist dennoch durchsichtig und leicht gebaut. Das Sonnensegel ist seitlich verschiebbar und kann sich somit flexibel an die Wetterbedingungen anpassen. Die hüllenartige Bauweise wirkt einladend und schützend zugleich.

Lukas hat ein organisches Modell mit gebogenen Tragelementen entwickelt. Die Rundbögen dienen der Stabilisierung; weitere Elemente sind zur Formgebung, aber nicht zum Lastabtrag eingebaut. Das Modell „Willow Park“ ist sehr sauber gebaut, wenngleich durch die Materialwahl eine leichte Imperfektion nicht zu vermeiden war. Insgesamt handelt es sich um ein rundes Modell im doppelten Wortsinne, das gut durchdacht ist und in der Umsetzung die Jury klar überzeugt hat.

Fun Fact:

Lukas stellte sein Können im konstruktiven Bereich bereits mehrfach unter Beweis. Im Wettbewerbsjahr 2023/2024 stand er, damals mit einem Achterbahnmodell, ebenfalls auf dem Siegertreppchen von Junior.ING.

Sonderpreis Grundschule: Kids Club Dome (Preisgeld: 100 Euro)

Vergeben vom Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau:

Carlotta und Theresia
1. Klasse, Grundschule an der Limes-Straße, München

Sonderpreis Grundschule des Vorstandes der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau: Kids Club Dome (Preisgeld: 100 Euro) - Carlotta und Theresia, 1. Klasse, Grundschule an der Limes-Straße, München 
Sonderpreis Grundschule des Vorstandes der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau: Kids Club Dome (Preisgeld: 100 Euro) - Carlotta und Theresia, 1. Klasse, Grundschule an der Limes-Straße, München

Jurybegründung

Das Modell „Kids Club Dome“ von Carlotta und Theresia erinnert optisch an eine Strandmuschel und strahlt ein heimeliges Gefühl aus. Die Stäbe ihres Dachtragwerks haben die Mädchen über einer Bratpfanne gebogen - die Krümmung der Stäbe gibt der Konstruktion die notwendige Stabilität. Das Dach ist hell und transparent eingedeckt; das Bogentragwerk wird auf der Außenseite durch Zierstäbe stabilisiert.

Neben der stimmigen Bauweise haben die Erstklässlerinnen auch auf eine liebevolle Dekoration wert gelegt. Hervorzuheben sind u.a. die bunte Verzierung mit Klebepunkten, die den Weg in den Kids Club Dome weist, und die Diskokugel, die für beste Partyatmosphäre sorgt.

Fun Fact:

Letztes Jahr heimsten ihre älteren Geschwister den Grundschul-Sonderpreis ein. Dieses Jahr werden die Erstklässlerinnen Carlotta und Theresia mit dem Sonderpreis des Vorstandes der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau für das beste Grundschulmodell geehrt.

Sonderpreis Originellstes Modell: Theatrum commune aureum Imperii (Preisgeld: 100 Euro)

Vergeben von der LGA Landesgewerbeanstalt Bayern

Burkhard, Franz, Lukas und Leopold
8. Klasse, Wirsberg-Gymnasium Würzburg

Sonderpreis Originellstes Modell der LGA Landesgewerbeanstalt Bayern: Theatrum commune aureum Imperii (Preisgeld: 100 Euro) - Burkhard, Franz, Lukas und Leopold, 8. Klasse, Wirsberg-Gymnasium Würzburg 
Sonderpreis Originellstes Modell der LGA Landesgewerbeanstalt Bayern: Theatrum commune aureum Imperii (Preisgeld: 100 Euro) - Burkhard, Franz, Lukas und Leopold, 8. Klasse, Wirsberg-Gymnasium Würzburg

Jurybegründung

Das „Theatrum commune aureum Imperii“ stach sowohl optisch wie auch in seiner Bauweise deutlich aus den eingereichten Modellen hervor. Das Modell ist authentisch, sehr kreativ und rundum überzeugend. Die Flügel des Dachtragwerks lassen sich einklappen, um einen Schutz vor Regen oder zu starker Sonneneinstrahlung zu erreichen. 

Die Jury war sofort von der außergewöhnlichen Idee begeistert und entschied sich spontan, einen neuen Sonderpreis - den Sonderpreis für das originellste Modell - zu vergeben.

Fun Fact:

Das Modell der vier Würzburger Jungs entsprach leider nicht allen formellen Vorgaben des Wettbewerbs und wurde deshalb aus der regulären Wertung genommen. Es begeisterte aber alle Jurymitglieder so sehr, dass spontan ein neuer Sonderpreis geschaffen wurde. 

Die Achtklässler erhalten damit als erstes Team überhaupt den Sonderpreis für das originellste Modell im Schülerwettbewerb Junior.ING der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Die 4. Plätze in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse - jeweils 50 Euro Preisgeld)

Comenius Arena
Marlene, Samuel und Benjamin, 8. Klasse, Comenius-Gymnasium Deggendorf

Doppeldach Arena
Yauheni, Niklas, Alex, Sergej und Emil , 4. Klasse, Von-der-Pfordten Grundschule München

Hexagon Arena
Alexander, 8. Klasse, Gregor-Mendel Gymnasium Amberg

 

Kids Club Dome
Carlotta und Theresia, 1. Klasse, Grundschule an der Limes-Straße München

KL Arena
Lucas und Korbinian , 7. Klasse, Städtisches Thomas-Mann-Gymnasium München

Kugel-Stadion
Simon, 2. Klasse, Placidus Heinrich Grund- und Mittelschule Schierling

 

LBL Design
Luca, Leonhard und Bruno, 5. Klasse, Gymnasium Markt Indersdorf

LIMES GREEN
Theo, Elisa, Taron und Xaver, 3. Klasse, Grundschule an der Limesstraße München

Maple Leaf
Sebastian, Jonathan und Leonhard, 8. Klasse, Gymnasium Neubiberg

 

Max-Arena 
Christopher, 5. Klasse, Max-Planck-Gymnasium München

Tensegrity Stadion
Moritz, 8. Klasse, Städtisches Thomas-Mann-Gymnasium München

Turtle
Lea und Marlene, 5. Klasse, Erasmus-Grasser Gymnasium München

 

Die Sieger in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse)

1. Platz: Arena Z (Preisgeld: 250 Euro)

Sonderpreis der Hochschule München für das interessanteste Tragwerk (Preisgeld: 100 Euro)

Paul
9. Klasse, Gymnasium Donauwörth

1. Platz: Arena Z (Preisgeld: 250 Euro) und Sonderpreis der Hochschule München für das interessanteste Tragwerk (Preisgeld: 100 Euro) - Paul, 9. Klasse, Gymnasium Donauwörth  
1. Platz: Arena Z (Preisgeld: 250 Euro) und Sonderpreis der Hochschule München für das interessanteste Tragwerk (Preisgeld: 100 Euro) - Paul, 9. Klasse, Gymnasium Donauwörth

Jurybegründung

Das Modell „Arena Z“ überzeugt durch sein interessantes Tragwerk, seine sehr saubere Verarbeitung und die Verwendung sehr leichter Baustoffe. Die gefaltete Dachstruktur ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal und macht den besonderen Charakter des Modells aus. Erbauer Paul hat sich erkennbar viele Gedanken zum Witterungsschutz gemacht und sehr gute Lösungen gefunden, um Wind, Regen, Schnee und Sonne von den Zuschauerrängen fernzuhalten.

Besonders hervorzuheben sind die hölzernen Stützen, die in ihrer Form einer Baumstruktur nachempfunden sind. Durch die unterschiedlichen Höhen des Daches ändert sich in jeder Ansicht die Anmutung des Modells, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht. Die neben dem Modell angeordneten, Bäume simulierenden Äste harmonieren optimal mit der Optik der Holzstützen.

Als erstem Teilnehmer von Junior.ING Bayern ist es Paul gelungen, in beiden Alterskategorien den ersten Platz zu erringen. Vergangenes Jahr startete er als Achtklässler in der Alterskategorie I, dieses Jahr trat er als Neuntklässler in der Alterskategorie II an. Beide Male sicherte er sich sehr verdient den ersten Platz.

Jurybegründung der Hochschule München für den Sonderpreis für das interessanteste Tragwerk

Die Arena Z stellt aus tragwerksplanerischer Sicht ein gefaltetes Raumfachwerk dar. Es werden dreieckige Flächen aufgespannt, die jeweils gegeneinander wie ein Origami gefaltet sind. Die Knicke und Kehlen zwischen den Flächen werden durch Fachwerkstäbe gebildet, die jeweils in Knotenpunkten als Hoch- und Tiefpunkte zusammenlaufen.

Mit diesem Konzept ist es Paul gelungen, ein hoch effizientes Tragwerk für die Dachkonstruktion der Arena Z zu gestalten. Der Lastabtrag erfolgt über die Dachhaut mit eingebundenen Trägern einaxial spannend zu den Kehlbalken. In der räumlichen Struktur des Tragwerks werden die Kräfte dann vorwiegend über Normalkräfte in das Fundament abgetragen. Die Aussteifung erfolgt durch die räumliche Fachwerkstruktur des Haupttragwerks und wird unterstützt durch die Scheibenwirkung der Dachflächen. Durch die gefaltete Struktur ergibt sich hierbei für das nach innen auskragende Dach des Stadions eine sehr große statische Höhe im Rahmeneck, wodurch die Kräfte in den Stäben des Tragwerks gering bleiben.

Insgesamt ein sehr gelungener Entwurf, der zudem neben seiner tragwerksplanerischen Exzellenz auch bei der Verarbeitung und optischen Gestaltung besticht. Wir gratulieren Paul zu dieser hervorragenden Arbeit, die wir gerne mit dem Preis der Hochschule München für das interessanteste Tragwerk würdigen möchten.

Fun Fact:

Im vergangenen Jahr gewann Paul aus Donauwörth den 1. Platz in der Alterskategorie I. Dieses Jahr musste er, da er inzwischen Neuntklässler ist, sich der Wertung in der Alterskategorie II stellen. Doch Paul ließ souverän auch Abiturient:innen hinter sich und gewinnt erneut Gold. Damit löst Paul wieder das Ticket nach Berlin und darf im Juni im Bundesfinale in Berlin gegen die Erstplatzierten im Wettbewerb aus den anderen Bundesländern antreten.

Im vierten Jahr in Folge geht ein 1. Platz im Wettbewerb Junior.ING an das Gymnasium Donauwörth. Erstmalig ist es der 1. Platz in der Alterskategorie II.

2. Platz: Libella Arc (Preisgeld: 150 Euro)

Isabella 
12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

2. Platz: Libella Arc (Preisgeld: 150 Euro) - Isabella, 12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach  
2. Platz: Libella Arc (Preisgeld: 150 Euro) - Isabella, 12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

Jurybegründung

Für ihr Modell „Libella Arc“ entschied sich Isabella für eine minimalistische, puristische und schützende Tragstruktur. Um das Modell besonders klar zur Geltung zu bringen, wurde die Tribüne nur mit einer filigranen Drahtstruktur angedeutet. 

Besonders hervorzuheben ist die helle, transparente Eindeckung des Daches. Dafür verwendete Isabella Zellstoff (Papiertaschentücher) - ein Material, das bisher im Wettbewerb Junior.ING noch nicht zum Einsatz kam.

Fun Fact:

Im Vorjahr belegte ein Modell eines Zwölftklässlers den 3. Platz in der Alterskategorie II, in das sein Erbauer nur 5 Stunden Bauzeit investierte. Isabella legte eine Stunde Arbeitszeit drauf und sichert sich damit den 2. Platz im AK II im aktuellen Wettbewerbsjahr. 

Ihr Modell „Libella Arc“ hat Isabella mit einem Papiertaschentuch überspannt - diese Materialwahl gab es unter allen eingereichten Modellen nur einmal.

3. Platz: Hat no koan Nama (Preisgeld: 100 Euro)

Finn 
10. Klasse, Staatliche Realschule Berching

3. Platz: Hat no koan Nama (Preisgeld: 100 Euro) - Finn, 10. Klasse, Staatliche Realschule Berching Hösbach  
3. Platz: Hat no koan Nama (Preisgeld: 100 Euro) - Finn, 10. Klasse, Staatliche Realschule Berching Hösbach

Jurybegründung

Klar erkennbar und gut herausgearbeitet ist die Tragstruktur des Modells „Hab no koan Nama“. Die beiden gegenläufigen, geneigten Doppelbögen stabilisieren sich gegenseitig und bilden das tragwerkplanerische Grundgerüst der Arena. Drei weitere Bögen halten ein elegantes Dach aus Stoff. Die Dachkonstruktion hat die Anmutung eines Zirkuszeltes. Während bei den meisten anderen Modellen das Dach von unten gestützt wird, hat Finn sein Stoffdach mit Fäden nach oben gezogen und mit den Holzbögen verbunden. Das Modell ist optimal vor allen Witterungseinflüssen geschützt, was auch Teil der Aufgabenstellung war.

Insgesamt handelt es sich um ein liebevoll, detailreich gestaltetes Modell, das sehr sauber gearbeitet wurde. Ein weiteres Highlight ist der deutlich abgegrenzte Backstagebereich.

Fun Fact:

Mit Finn aus Berching hat es erstmals ein Realschüler auf die Medaillenränge im Wettbewerb Junior.ING geschafft.

Die 4. Plätze in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse - jeweils 50 Euro Preisgeld)

Blätterdach 
Timon, 12. Klasse, Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

CatStruct
Hannah, Beyza und Anastasiia, 11. Klasse, Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen

Glassturtle
Simon, Formin und Tristan, 10. Klasse, Otto von Taube-Gymnasium Gauting

 

Holzarena
Mika, 12. Klasse, Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg

Korbbogendach
Benjamin, Kalle, Joel und Paul, 9. Klasse, Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasium Münnerstadt

Nymphaea
Mia, 12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

 

Pizzaschirm
Niklas, Kilian, Justus, Henri und Konrad, 9. Klasse, Peter-Vischer-Schule Nürnberg

Rhönblick-Arena
Leonhard, 11. Klasse, Franz-Miltenberger-Gymnasium Bad Brückenau

SILVA
Kiara, 12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

 

SKYSAIL ARENA
Otto, 10. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

SpaceFrame
Mattis, 12. Klasse, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach

Wire Wave
Krista, 11. Klasse, Karolinen-Gymnasium Rosenheim

 

Die Jury des Schülerwettbewerbs Junior.ING

Im Foto von links nach rechts:

  • Dr.-Ing. Ulrich Scholz
  • Dr.-Ing. Dirk Nechvatal
  • Dipl.-Ing. (FH) Stephanie Sierig 
  • Verena Knoll 

Nicht im Bild: 

  • Prof. Dr.-Ing. Jörg Jungwirth
  • Dr.-Ing. Manuela Hackenberg
 

Bundespreisverleihung

Bundeswettbewerb

Junior.ING - Schülerwettbewerb 2025/2025: Arena – gut überDACHt

Die Sieger der beiden Alterskategorien aus den 15 Landeswettbewerben sind für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Die Bundespreisverleihung findet am 19. Juni 2026 im Deutschen Technikmuseum in Berlin statt. Für den Bundespreis werden je Alterskategorie folgende Preise vergeben:

  • 1. Platz: 500 Euro
  • 2. Platz: 400 Euro
  • 3. Platz: 300 Euro
  • 4. Platz: 200 Euro
  • Der 5. bis 13. Preis ist mit jeweils 100 Euro dotiert.

Sonderpreis
Innerhalb des Bundeswettbewerbs vergibt die Deutsche Bahn zusätzlich einen Sonderpreis besonders innovatives Projekt.

Weitere Informationen zum Bundesweiten Schülerwettbewerb

Fotos von der Preisverleihung: © Tobias Hase, Fotos der Modelle: Bayerische Ingenieurekammer-Bau

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Junior.ING: Schülerwettbewerb

Schirmherrschaft

Kultusministerin Anna Stolz - Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

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