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Neue Studie: Steueranreize fürs Bauen schaffen Milliardeninvestitionen

Gutachten der Prognos AG im Auftrag der RTG Repräsentanz Transparente Gebäudehülle

06.03.2026 - Berlin

Neue Studie: Steueranreize fürs Bauen schaffen Milliardeninvestitionen

Ein aktuelles Gutachten der Prognos AG im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG zeigt: Steuerliche Vorteile für selbstgenutztes Wohneigentum können ein wirkungsvolles Element einer integrierten Wohnungs- und Baupolitik sein. Sie verbinden wohnungs- und wirtschaftspolitische Ziele und tragen zur Stabilisierung der Konjunktur und der heimischen Bauwirtschaft bei. Besonders interessant: Die zusätzliche Bauaktivität führt zu staatlichen Einnahmen, sodass die Förderung die öffentlichen Haushalte praktisch nicht belastet, teilweise sogar ein Plus erwirtschaftet.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor zu geringen Bautätigkeit, gestiegener Baukosten und -zinsen und einer angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, hat Prognos konkrete steuerliche Förderinstrumente untersucht, die sich bereits im Koalitionsvertrag und in Parteibeschlüssen finden. Berechnet wurden die fiskalischen Effekte, der zusätzlicher Wohnraum und Eigentum, ausgelöste Investitionen und Arbeitsmarkteffekte. Die untersuchten steuerlichen Anreize im Einzelnen:

  • Steuerermäßigung in Höhe von 7,5% der Kosten für Neubau- oder Bestandserwerb von selbstgenutztem Wohnraum, verteilt über 8 Jahre, plus Kinderbonus

  • Steuerermäßigung in Höhe von jährlich 40% der Darlehenszinsen (Kauf/Bau von selbstgenutztem Wohnraum), Laufzeit 5 Jahre, plus Kinderbonus

  • Sonderausgabenabzug in Höhe von 5% der Baukosten über 4 Jahre (analog Sonder-AfA) für Neubau von selbstgenutztem Wohneigentum nach EH55Plus-Standard

Spürbare Investitionsimpulse durch Steueranreize

Die Ergebnisse zeigen: Alle drei Maßnahmen setzen spürbare Investitionsimpulse - bei zugleich beachtlichen Rückflüssen an den Staat. Je nach Ausgestaltung lösen die Instrumente jährlich zusätzliche Investitionen zwischen rund 6 und 40 Milliarden Euro aus. Damit verbunden sind Produktionsimpulse von bis zu 76 Milliarden Euro pro Jahr sowie die Sicherung beziehungsweise Schaffung von bis zu 324.000 Vollzeitäquivalenten jährlich.

Steuerermäßigung: 7,5% der Bau- und Erwerbskosten plus Kinderbonus  
Steuerermäßigung: 7,5% der Bau- und Erwerbskosten plus Kinderbonus
Steuerermäßigung: 40% der jährlichen Darlehenszinsen auf Bau/Erwerb plus Kinderbonus 
Steuerermäßigung: 40% der jährlichen Darlehenszinsen auf Bau/Erwerb plus Kinderbonus
Sonderausgabenabzug: 5% der Baukosten bei EH55 Plus-Standard 
Sonderausgabenabzug: 5% der Baukosten bei EH55 Plus-Standard
 

Positive wohnungspolitische Effekte

Auch wohnungspolitisch sind die Effekte substanziell: Bis zu 240.000 zusätzliche Wohneinheiten können geschaffen werden, bis zu 720.000 Haushalte erhalten zusätzlich Zugang zu Wohneigentum.

Gerade Familien profitieren von den vorgeschlagenen Modellen durch gezielte Kinderboni und gestaffelte Förderobergrenzen.

Die fiskalischen Effekte zeigen deutliche Rückflüsse an den Staat: Zwar entstehen durch die steuerlichen Anreize zunächst Steuermindereinnahmen. Gleichzeitig generieren die angestoßenen Investitionen erhebliche zusätzliche Einnahmen aus Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Unternehmensbesteuerung sowie Minderausgaben in der Sozialversicherung.

Praktisch kostenneutral ist die Steuerermäßigung in Höhe von 7,5% der Kosten für Neubau- oder Bestandserwerb: Bei ausreichender Inanspruchnahme kostet sie über die Laufzeit 72,6 Milliarden Euro bei Einnahmen von 71,8 Milliarden Euro. In den Jahren 2027 bis 2030 verzeichnen die öffentlichen Haushalte sogar ein Plus von 35 Milliarden Euro.

Besonders effizient zeigt sich die dritte untersuchte Maßnahme, der Sonderausgabenabzug in Höhe von 5% der Baukosten über 4 Jahre: Über die komplette Laufzeit stehen staatlichen Kosten von 8 Milliarden Euro staatliche Einnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro gegenüber. Bis 2030 schlägt ein Plus von 9 Milliarden Euro zu Buche.

Verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen notwendig

Die Studie betont zugleich: Entscheidend für den Erfolg steuerlicher Förderinstrumente sind verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen. Förderprogramme sollten haushaltspolitisch abgesichert, konsistent ausgestaltet und eng mit regulatorischen Entwicklungen - etwa im Gebäudeenergiegesetz oder im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie - verzahnt werden.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Weitere Informationen auf der RTG-Webseite

Prognos-Studie: Bewertung von Förderinstrumenten für Wohneigentum

Wirkungsabschätzung für Politikinstrumente 
Teil 2: Steuerförderung für Neubau und Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum

Auftraggeber: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) -  Jahr: 2026

Wie können steuerliche Förderinstrumente den angespannten Wohnungsmarkt entlasten – und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse setzen?

Prognos hat im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) drei Maßnahmen zur Förderung selbstgenutzten Wohneigentums auf ihre Wirksamkeit untersucht:

  • Neuauflage des §10e EStG (Steuerliche Wohneigentumsförderung für Selbstnutzer) für den Ersterwerb von Bestandsgebäuden und Neubauten

  • Steuerliche Ermäßigung auf Darlehenszinsen für den Ersterwerb von Bestandsgebäuden und Neubauten

  • Sonder-AfA für Neubau selbstgenutzten Wohneigentums (analog EH 55) für den Ersterwerb von Neubauten

Das Gutachten erweitert damit eine vorangegangene Studie aus 2025.

Die Analyse zeigt:

  • Gezielte steuerliche Anreize können zusätzliche Investitionen auslösen, die den Wohnungsneubau und den Erwerb von Bestandsimmobilien spürbar beleben – ohne die öffentlichen Haushalte strukturell zu überlasten.

  • Die untersuchten Maßnahmen können jährliche Investitionen fördern und Handwerk und verarbeitendes Gewerbe stärken.

  • Höhere Steuereinnahmen und geringere Sozialausgaben kompensieren die fiskalischen Kosten. Je nach Maßnahme sind in Summe zu positive fiskalische Gesamteffekte möglich (Summe aus Einnahmen und geringeren Sozialausgaben ist größer als die Kosten durch Steuerausfall).

  • Besonders kurzfristig (bis 2030) können deutliche konjunkturelle Effekte entstehen.

  • Die Maßnahmen können die Wohneigentumsquote erhöhen und gezielt Haushalte mit Kindern adressieren.

  • Die Sonder-AfA für klimafreundliche Neubauten kann energieeffizientes Bauen stärken.

  • Die Maßnahmen können sowohl im Neubau als auch im Bestandsankauf wirken und adressieren ausschließlich Privatpersonen zur Selbstnutzung.

  • Langfristige, verlässliche Förderpolitik ist Voraussetzung für die tatsächliche Wirksamkeit aller Instrumente.

  • Verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen sind für die Einführung der Maßnahmen entscheidend, insbesondere in Abstimmung mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD).

  • Ankündigungen für neue Instrumente sollten nur mit haushaltspolitischer Absicherung gemacht werden.

Vorgehensweise & Methodik

Die Analyse beruht auf einem dreistufigen Ansatz:

  1. Zunächst wurden die drei Förderinstrumente konzeptionell ausgearbeitet und hinsichtlich Zielgruppen, Förderlogik sowie zeitlicher Wirkung parametrisiert (Start 2027, Betrachtungszeitraum bis 2030/31).

  2. Darauf folgte eine quantitative Wirkungsabschätzung, in der Investitionsvolumina sowie bau-, konjunktur- und fiskalpolitische Effekte berechnet wurden. Grundlage dafür waren öffentlich verfügbare Daten, bestehende Förderstatistiken und wirtschaftliche Kennzahlen.

  3. Abschließend wurden die fiskalischen Effekte bewertet – darunter mögliche Mehreinnahmen aus Einkommensteuern, Sozialabgaben, Mehrwertsteuer und Unternehmenssteuern sowie Minderausgaben etwa in der Sozialversicherung. Zusätzlich flossen Opportunitätskosten der Arbeitslosigkeit ein. Alle fiskalischen Rückflüsse wurden als Obergrenzen modelliert, da sie nur vollständig anfallen, wenn die Investitionen tatsächlich zusätzlich ausgelöst werden und nicht bestehende Aktivitäten verdrängen.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Weitere Informationen auf der RTG-Webseite

Quellen: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR, Prognos AG Berlin, Titelfoto: Garun Studios / Adobe Stock, Info-Grafiken: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG)

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