06.03.2026 - Berlin
Ein aktuelles Gutachten der Prognos AG im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG zeigt: Steuerliche Vorteile für selbstgenutztes Wohneigentum können ein wirkungsvolles Element einer integrierten Wohnungs- und Baupolitik sein. Sie verbinden wohnungs- und wirtschaftspolitische Ziele und tragen zur Stabilisierung der Konjunktur und der heimischen Bauwirtschaft bei. Besonders interessant: Die zusätzliche Bauaktivität führt zu staatlichen Einnahmen, sodass die Förderung die öffentlichen Haushalte praktisch nicht belastet, teilweise sogar ein Plus erwirtschaftet.
Vor dem Hintergrund der nach wie vor zu geringen Bautätigkeit, gestiegener Baukosten und -zinsen und einer angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt, hat Prognos konkrete steuerliche Förderinstrumente untersucht, die sich bereits im Koalitionsvertrag und in Parteibeschlüssen finden. Berechnet wurden die fiskalischen Effekte, der zusätzlicher Wohnraum und Eigentum, ausgelöste Investitionen und Arbeitsmarkteffekte. Die untersuchten steuerlichen Anreize im Einzelnen:
Die Ergebnisse zeigen: Alle drei Maßnahmen setzen spürbare
Investitionsimpulse - bei zugleich beachtlichen Rückflüssen an den Staat. Je
nach Ausgestaltung lösen die Instrumente jährlich zusätzliche Investitionen
zwischen rund 6 und 40 Milliarden Euro aus. Damit verbunden sind
Produktionsimpulse von bis zu 76 Milliarden Euro pro Jahr sowie die Sicherung
beziehungsweise Schaffung von bis zu 324.000 Vollzeitäquivalenten jährlich.
Auch wohnungspolitisch sind die Effekte substanziell: Bis zu 240.000 zusätzliche Wohneinheiten können geschaffen werden, bis zu 720.000 Haushalte erhalten zusätzlich Zugang zu Wohneigentum.
Gerade Familien profitieren von den vorgeschlagenen Modellen durch gezielte Kinderboni und gestaffelte Förderobergrenzen.
Die fiskalischen Effekte zeigen deutliche Rückflüsse an den Staat: Zwar entstehen durch die steuerlichen Anreize zunächst Steuermindereinnahmen. Gleichzeitig generieren die angestoßenen Investitionen erhebliche zusätzliche Einnahmen aus Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Unternehmensbesteuerung sowie Minderausgaben in der Sozialversicherung.
Praktisch kostenneutral ist die Steuerermäßigung in Höhe von 7,5% der Kosten für Neubau- oder Bestandserwerb: Bei ausreichender Inanspruchnahme kostet sie über die Laufzeit 72,6 Milliarden Euro bei Einnahmen von 71,8 Milliarden Euro. In den Jahren 2027 bis 2030 verzeichnen die öffentlichen Haushalte sogar ein Plus von 35 Milliarden Euro.
Besonders effizient zeigt sich die dritte untersuchte Maßnahme, der Sonderausgabenabzug in Höhe von 5% der Baukosten über 4 Jahre: Über die komplette Laufzeit stehen staatlichen Kosten von 8 Milliarden Euro staatliche Einnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro gegenüber. Bis 2030 schlägt ein Plus von 9 Milliarden Euro zu Buche.
Die Studie betont zugleich: Entscheidend für den Erfolg steuerlicher Förderinstrumente sind verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen. Förderprogramme sollten haushaltspolitisch abgesichert, konsistent ausgestaltet und eng mit regulatorischen Entwicklungen - etwa im Gebäudeenergiegesetz oder im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie - verzahnt werden.
Links und Downloads
Wirkungsabschätzung für
Politikinstrumente
Teil 2: Steuerförderung für Neubau und Erwerb von
selbst genutztem Wohneigentum
Auftraggeber: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) - Jahr: 2026
Wie können steuerliche Förderinstrumente den angespannten Wohnungsmarkt entlasten – und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse setzen?
Prognos hat im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) drei Maßnahmen zur Förderung selbstgenutzten Wohneigentums auf ihre Wirksamkeit untersucht:
Das Gutachten erweitert damit eine vorangegangene Studie aus 2025.
Die Analyse zeigt:
Vorgehensweise & Methodik
Die Analyse beruht auf einem dreistufigen Ansatz:
Links und Downloads
Quellen: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR, Prognos AG Berlin, Titelfoto: Garun Studios / Adobe Stock, Info-Grafiken: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG)
Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).
Jetzt Newsletter abonnieren!
Sustainable Bavaria
Nachhaltig Planen und Bauen
Netzwerk junge Ingenieur:innen
Frauennetzwerk ingenieurinnen@bayika
Werde Ingenieur/in!
www.zukunft-ingenieur.de
Veranstaltungstipps
Einheitlicher Ansprechpartner
Berufsanerkennung
Professional recognition
Digitaltouren - Digitalforen
Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München